Das Archiv des Rundbriefes "BWF-aktuell" finden Sie ab sofort unter "../Literatur"


26.09.2017
Neuerscheinung: Dymphna´s Family
Ende 2017 erscheint die erste Ausgabe von „Dymphna’s Family“ mit einer Sammlung von Fachbeiträgen zum BWF.
Herausgeber ist der italienische BWF-Pionier Gianfranco Aluffi, unterstützt von Mitherausgebern
aus Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland.
Der Titel bezieht sich auf die heilige Dymphna, die seit dem Mittelalter im belgischen Ort Gheel
als Schutzpatronin von seelisch kranken und geistig behinderten Menschen verehrt wird.

Das Heft enthält drei Beiträge aus Deutschland:
R. Eisenhut: Familienpflege in Zwiefalten während des Nationalsozialismus,
R. Neuenfeldt-Spickermann: Aspekte zur Auswahl geeigneter Gastfamilien und
J. Becker: Risiken und Qualitätssicherung im BWF.

Leider konnte die Absicht einer viersprachigen Herausgabe (noch) nicht umgesetzt werden,
das erste Heft erscheint nur in italienischer Sprache.
Dymphnas Family No. 00 2017


10.2.2017
Bayerischer Inklusionspreis 2016 für das BWF Regensburg
7 Projekte und Einrichtungen aus Bayern wurden im Oktober 2016 mit dem „Bayerischen Miteinander-Preis“ ausgezeichnet.

Aus über 200 Bewerbungen waren 4 Bewerber je Regierungsbezirk für den Preis nominiert worden.
Den Preis für die Oberpfalz erhielt das BWF-Team der medbo ( = medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz) in Regensburg.

Die Laudatio für den Gewinner aus der Oberpfalz hielt Anna Schaffelhuber, die Schirmherrin der Veranstaltung.
Sie ist von Geburt an auf den Rollstuhl angewiesen und mehrfache Goldmedaillengewinnerin
im Monoskifahren bei olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften.
Frau Schaffelhuber begründete die Entscheidung der Jury so:
"Die Jury ist der Auffassung, dass dieses Angebot den inklusiven Gedanken ganz besonders lebt,
denn dadurch kommt Inklusion auch in der kleinsten Zelle der Gesellschaft an – nämlich in den Familien."

Auch der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, Franz Löffler - als oberster Dienstherr des Regensburger Teams -
freute sich denn auch entsprechend: „Der Bezirk Oberpfalz unterstützt die Inklusion behinderter Menschen.
Deshalb bin ich als Bezirkstagspräsident stolz auf die engagierten Familien und das Team der medbo,
die für ihren großartigen Einsatz ausgezeichnet wurden.

Und weil auch das medbo-Team der Meinung war, dass dieser Preis vor allem den Familien und ihren Bewohnern zustehe,
wurde das Preisgeld für ein zünftiges Fest eingesetzt, zu dem man alle Beteiligten einlud.

  

Staatsministerin Emilia Müller, Nicole und Dr. Peter Radlinger vom BWF-Team Regensburg
und Schirmherrin Anna Schaffelhuber bei der Preisverleihung im Schloss Nymphenburg bei München.
(Foto: StMAS / Alexander Göttert)


Mit dem bayerischen Miteinander-Preis werden seit 2014 besonders gelungene Projekte
der Inklusion von Menschen mit Behinderung ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Gemeinsam mit Antenne Bayern hatte Sozialministerin Emilia Müller den mit 2000 € dotierten Preis ins Leben gerufen.



Zum Programm der DGSP-Jahrestagung
"Sozialpsychiatrie 40.0 - nach der Reform ist vor der Reform" ...



Lebenshilfe sagt geplanten Gesetzen den Kampf an

Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Pflegestärkungsgesetz III
drohen massive Verschlechterungen für Menschen mit geistiger Behinderung

(Gleiches gilt für Menschen mit seelischer Behinderung! Anm. d. Red.)

Berlin. „Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III können so nicht bleiben.“ Das teilt Ulla Schmidt mit,
die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.„Das Reformpaket“,
so Ulla Schmidt weiter, „enthält zwar einige Fortschritte, die auf langjährigen Forderungen der Lebenshilfe
beruhen, aber die drohenden Verschlechterungen für Menschen mit geistiger Behinderung sind inakzeptabel.
Besonders die Ausweitung des Ausschlusses von Leistungen der Pflegeversicherung ist eine Diskriminierung
von Menschen, die als Versicherte Beiträge zahlen!“

Die Lebenshilfe mit ihren über 500 örtlichen Vereinigungen und 130.000 Mitgliedern startet daher am 25.7. eine
bundesweite Protest- und Aufklärungskampagne und ruft dazu auf, eine Petition zu den Gesetzentwürfen zu unterzeichnen.
Das Motto lautet "TeilhabeStattAusgrenzung";
Ziel ist es, die Forderungen der Lebenshilfe für gute Teilhabe und Pflege den Abgeordneten und der breiten
Öffentlichkeit deutlich zu machen. Ulla Schmidt: „Wir wissen, dass diese sozialpolitischen Großvorhaben
für viele Außenstehende sehr kompliziert sind. Wir werden es jedoch nicht zulassen, dass am Ende die
Schwächsten, die Menschen mit geistiger Behinderung, als Verlierer dastehen. Wir müssen allen klarmachen,
was die Folgen dieser Gesetze sind. Und wir werden für ein Bundesteilhabegesetz kämpfen, das diesen
Namen auch verdient!“

Das Bundesteilhabegesetz regelt die Eingliederungshilfe neu. Von den derzeit rund 860.000 Beziehern der
Eingliederungshilfe hat die Mehrheit – über eine halbe Million – eine geistige Behinderung. Bleibt die Reform
so, wie sie ist, hat das laut der Lebenshilfe schwerwiegende Auswirkungen: Manche Menschen mit geistiger Behinderung
müssen fürchten,ganz aus dem Hilfesystem herauszufallen. Anderen droht, dass sie gegen ihren Willen mit anderen
zusammen wohnen müssen oder in Pflegeeinrichtungen abgeschoben werden. Wieder andere müssen bangen, ihr
Zuhause zu verlieren, weil ihre Wohnstätte nicht mehr ausreichend finanziert wird und schließen muss.

Die Lebenshilfe fordert daher, dass …

1.   …  Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf künftig nicht von den Leistungen der Pflegeversicherung
      ausgeschlossen werden. Umgekehrt darf ihnen auch nicht die Eingliederungshilfe verwehrt werden, weil sie
      neben ihrer geistigen Behinderung einen Pflegebedarf haben. Sie brauchen für Teilhabe beide Formen der Unterstützung.
      Der Verschiebebahnhof zwischen Eingliederungshilfe und Pflege muss aufhören!

2.    … der Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe nicht so begrenzt wird, dass Menschen, die in weniger als fünf
      Lebensbereichen Einschränkungen aufweisen, von den Leistungen ausgeschlossen werden. Eine solche Hürde ist zu hoch!

3.    … Menschen mit Behinderung nicht gezwungen werden können, gemeinsam mit anderen Leistungen in Anspruch zu nehmen.
      Das ist das Gegenteil von Selbstbestimmung und führt zu Ausgrenzung statt Teilhabe!

4.     … die Kosten der Unterkunft für das Wohnen in Wohnstätten nicht willkürlich begrenzt werden.
      Wenn das Wirklichkeit wird, droht vielen Wohnstätten für Menschen mit geistiger Behinderung das finanzielle Aus,
      und die dort lebenden Menschen verlieren ihr Zuhause!

5.     … auch Menschen mit einer geistigen Behinderung nicht von den verbesserten Regelungen zur Heranziehung
      ihres Vermögens ausgeschlossen werden. Sie haben ein Recht auf ein Sparbuch!


Europäische BWF-Zeitschrift kommt vorerst nicht zustande
Unter dem Titel „Dymphna‘s family“ war eine mehrsprachige europäische BWF-Zeitschrift geplant.
Der Initiator des Projekts, der italienische BWF-Pionier Gianfranco Aluffi, hat nun den Auftrag übernommen,
BWF in Italien weiter zu verbreiten. Er will dazu eine italienische Zeitschrift herausgeben.
Die europäische BWF-Publikation muss warten.



Bitte um Beiträge für eine Europäische BWF-Zeitschrift:
Dr. Jean-Claude Cebula aus Paris, Dr. Gianfranco Alluffi aus Turin und Dr. Jo Becker aus Wesel
planen eine elektronisch verbreitete europäische Zeitschrift mit dem Titel
“The European Journal of Adult Foster Care”,
um die Forschung und wissenschaftliche Weiterentwicklung von BWF zu fördern.

Nach der Planungsphase des Projekts suchen die Redakteure nun wissenschaftliche Artikel
oder Geschichten, die dann übersetzt und in der Nummer 0 der Zeitschrift veröffentlicht werden.
Sie müssen nicht neu sein, und können auch schon vor längerer oder kürzer Zeit veröffentlicht worden sein.
Jede Nummer der Zeitschrift wird drei deutschsprachige Beiträge, drei aus Italien und drei aus Frankreich enthalten.
Alle werden in drei Sprachen übersetzt und mit einem englischen Abstract versehen.
Außerdem wollen sie eine Geschichte aus der narrativen Medizin veröffentlichen.
Es wird sich um eine digitale und indizierte Zeitschrift handeln,
die kostenfrei in PDF heruntergeladen werden kann und für alle Interessierte zugänglich sein wird.

Die Beiträge sind an folgende E-Mail zu senden:
servizio.iesa.aslto3@tiscali.it

In der Betreffzeile der E-Mail ist anzugeben: “Beitrag europäische Zeitschrift”

Die Beiträge und Erzählungen sollen ausschließlich um das Thema BWF gehen.
Struktur des Beitrags: Einführung, Entwicklung des Themas, Abschluss.
Die Veröffentlichung eventueller Grafiken, Tabellen und Anlagen wird im Ermessen der Redaktion liegen.



Anfrage von Nicola Hinker (Fachausschuss BWF) an Alle:
Hallo liebe Kolleginnen, hallo liebe Kollegen,
mir liegt eine Anfrage für ein Thema für eine Bachelor-Thesis vor. Die junge Dame interessiert sich
hauptsächlich für „Menschen mit einer geistigen Behinderung und möglichen Verhaltensauffälligkeiten“.

In der mir vorliegenden Themensammlung ist leider kein geeigneter Vorschlag für sie dabei.
Gibt es vielleicht aus Euren Reihen Anregungen, Ideen für eine spannende Fragestellung bzw. These?

Ich danke Euch für Eure Rückmeldung und sammle auch gerne neue Themen
zu anderen Fragestellungen bzw. BWF-Bereichen für meine Liste (siehe: ../Literatur)

Nicola Hinker
(n.hinker@cbt-marl.de)


Regelsatzstufe 3 oder 1? - Stand der Diskussion
Nach dem Urteil des Bundessozialgerichts vom Juli 2014 stünde BWF-Bewohnern Regelsatzstufe 1 zu,
nicht, wie allgemeine Praxis, die Regelsatzstufe 3 (siehe auch ../Gesetze und Urteile).

Dem hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einem Rundschreiben vom 16.2.15 an die
obersten Landessozialbehörden heftig widersprochen.
Am 18.3. wurde aber nun im Sozialausschuss des Bundestages beschlossen, das BGS-Urteil doch umzusetzen,
allerdings in der abgeschwächten Form, dass es vorerst bei RGS 3 bleibt aber 80 € Aufschlag gezahlt werden.
Ganz umgesetzt werden soll das Urteil erst ab 2016. Wie die Kostenträger aktuell damit verfahren, bleibt abzuwarten...



"Herbstzeit" zu Gast beim SWR in Kaffee und Tee im SWR
Am Dienstag den 9.Dezember 2014 war Heike Schaal vom BWF Ortenaukreis zusammen mit der Gastfamilie Frau Carmen Killig zu Gast in der Sendung "Kaffee und Tee" im SWR Baden Württemberg.


Symposium am OPZ Geel am 16. Mai 2014!
Reinhold Eisenhut ist mit einem Vortrag über BWF in den deutschsprachigen Ländern beteiligt.



Programm


10 Jahre BWF in Jena!
Fachtag zum Jubiläum am 6. November 2013 unter dem Motto: "HEIM oder DAHEIM"

Dokumentation

Lesen Sie auch den Kurzbericht in BWF aktuell, Ausgabe 21, Dezember 2013


26.9.2012
Neues Standardwerk zum Thema BWF
Fast 20 Jahre nach Erscheinen von „die 2te Familie“ von Paul-Otto Schmid- Michel und Mike Konrad, des ersten grundlegenden Werkes in deutscher Sprache über die „Psychiatrische Familienpflege“, wie es damals noch hieß, konnten Mike Konrad, Jo Becker und Reinhold Eisenhut als Herausgeber das neueste Werk zum Thema BWF präsentieren, gerade noch rechtzeitig zur Eröffnung der diesjährigen Bundestagung in Stuttgart.
Diese längst überfällige Arbeit lässt Theoretiker, Praktiker und Familien aber auch Betroffene und Angehörige zu Wort kommen und gibt damit einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des BWF seit 1993 und den aktuellen Stand im Jahre 2012.





2.12.2011
Finanzminister Söder zeichnet BWF-Team Kaufbeuren aus
Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium der Finanzen


Sabine Starkmann, Kaufbeuren bei der Verleihung der Urkunde


28.7.2011
Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung
geht an das BWF-Team Kaufbeuren!
Der mit 10 000 Euro dotierte Preis der bayerischen Landesstiftung für "hervorragende Leistungen auf kulturellem und sozialem Gebiet sowie auf dem Gebiet des Umweltschutzes, die einen engen Bezug zu Bayern haben" wurde auf Vorschlag des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen dem Projekt "Betreutes Wohnen in Familien für Menschen mit psychischen Erkrankungen im Alter" am Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren zuerkannt.
Die feierliche Preisverleihung durch den bayerischen Ministerpräsidenten findet voraussichtlich im November 2011 statt.

Wir schließen uns der Gratulation des Stiftungsrates zu dieser besonderen Auszeichnung an!


24.5.2011
"Grabrede" für BWF-Forum:
Peter Gruner, der das BWF-Forum eingerichtet und zwei Jahre lang aufopfernd bereut hatte, musste bei der letzten Fachausschusssitzung in Kassel das vorläufige Ende des BWF-Forums verkünden. Grund sei nicht die noch immer sehr zögerliche Nutzung gewesen, sondern einfach die Tatsache, dass der Betreiber der Site seine Aktivitäten komplett eingestellt habe.
Und nachdem es sich um ein kostenloses Angebot gehandelt habe, gebe es auch keinerlei
Möglichkeiten, dagegen etwas zu unternehmen.
Nachdem der Bedarf an einem Forum, wie oben bereits angedeutet, derzeit nicht allzu dringend erscheint, wird Peter Gruner vorerst keinen neuen Betreiber suchen.


27.1.2011
"Themenbörse" für Diplomarbeiten!
Ab sofort können sich Interessenten, die sich mit dem Gedanken tragen eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema BWF zu verfassen, an Nicola Hinker vom cbt Marl wenden.
Frau Hinker sammelt Anregungen in diesem Bereich und gibt gerne einen Überblick
über die aktuelle Situation.

Kontakt:
n.hinker@cbt-marl.de oder Tel: 02365-5033110


23.12.2010
Eines der Standardwerke des BWF jetzt als PDF erhältlich!
Aufgrund der großen Nachfrage stellt Jo Becker das "Handbuch für die Praxis" des BWF, das über den Buchhandel nicht mehr zu beziehen ist, auf Anfrage als PDF-Datei zur Verfügung:

Christine Schönberger, Peter Stolz:

Betreutes Leben in Familien - Psychiatrische Familienpflege,
Ein Handbuch für die Praxis.

Übersicht Inhalt:

Betreutes Leben in Familien - Chancen und Risiken der Familienpflege
Über die Zukunft familialer Strukturen
Rahmenbedingungen für den Aufbau des Betreuten Lebens in Familien
Das Gesundheits- und Krankheitsverständnis in der Familienpflege
Normaler Alltag, Integration und Partizipation – Konzepte der Familienpflege
Familienpflege als Laienhilfe
Die Bewohner
Die Aufgaben des Teams
Gastfamilien und Bewohner
Typische Phasen im Zusammenleben und die Aufgaben des Teams
Die Begleitung der Bewohner
Fachlichkeit in der Familienpflege
Leben in Familien
Anlagen A bis J (Verträge, Interviewleitfaden, rechtliche Grundlagen, Finanzierung usw.)


Erhältlich als pdf für 10 €: bitte E-mail mit Rechnungsadresse an j.becker@spix-ev.de


16.06.2010
Pionierin des BWF in Bayern geht in den Ruhestand!
Für die Münchnerin Susanne Ringel ist BWF bald Geschichte. Beim Regionaltreffen der bayerischen Teams in München am 15.6. 2010 wurde die engagierte „Kämpferin für das Wohl von Bewohnern und Familie“ von ihren Kolleginnen und Kollegen für ihre 20-jährige Tätigkeit im BWF in Bayern geehrt.

Reihum erinnerten sie sich an ihre Begegnungen mit der „Mutter der bayerischen Familienpflege“ wie Robert Hehenberger (Bad Reichenhall) sie augenzwinkernd nannte.
Sie habe immer ein wenig unkonventionell gearbeitet und ihre eigenen Ideen verwirklicht. Dabei sei sie vor allem für Kostenträger nicht immer bequem gewesen und habe für ihre Schutzbefohlenen immer das Beste zu erreichen versucht.
Oft sei sie dabei erfolgreich gewesen. In dieser Hinsicht, meinte Walburga Bram-Kurz (Kaufbeuren) werde sie weiterhin für alle „Aktiven“ ein Vorbild bleiben.


27.01.2010
Internet-Forum in der Testphase!
Der DGSP-Fachausschuss hatte FA-Mitglied Peter Gruner beauftragt, einen Vorschlag für ein BWF-Internet-Forum , also einen sogenannten "Chatroom"  zu erarbeiten.
Nach ausführlicher Diskussion über Chancen und Gefahren einer solchen offenen Plattform beim Treffen am 26.1. in Stuttgart wurde beschlossen, den Vorschlag Peter Gruners zunächst als Testvariante ins Netz zu stellen, um Erfahrungen damit sammeln zu können. Es ist geplant, bei der nächsten Sitzung im Juni über die endgültige Einführung des Forums (dann aber ohne Werbebanner) zu entscheiden.

Deshalb: Machen Sie mit, probieren Sie es aus! Das Forum bietet die Möglichkeit, offene und geschlossene Bereiche einzurichten.

Fragen und Antworten zur Handhabung werden im Forum selbst abgehandelt!


13.12.2009
Fotoausstellung "Normalität als Chance" zu verleihen
Der VSP erarbeitete eine qualitativ hochwertige Fotoausstellung über das BWF. Das Ziel war, BWF anschaulicher, ja greifbarer zu machen. So wurden in Zusammenarbeit mit Tim Krieger, einem Fotografen aus Billigheim, Aufnahmen von Familien und Bewohnern in alltäglichen Situationen angefertigt. Durch diese Bilder wird das Betreute Wohnen in Familien auf eine einfache Art anschaulich.

Der VSP nutzt die Ausstellung für seine Öffentlichkeitsarbeit; insbesondere zur Familien- und Klientenakquise aber auch in der Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und stößt auf die erhoffte positive Resonanz.

Die Fotoausstellung „Normalität als Chance“ kann beim VSP ausgeliehen werden. Gerade für sich im Aufbau befindende Anbieter, können die großformatigen Bilder ein ansprechendes Mittel sein, Interesse fürs BWF in der entsprechenden Region zu wecken.

Detaillierte Informationen und Ansprechpartner stehen als
Download zur Verfügung.


29.01.2009
Einkünfte der Familien aus dem Betreuten Wohnen in Familien sind laut Jahressteuergesetz 2009 steuerfrei!
Mit der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes 2009 hat der Bundestag Gastfamilien von Menschen mit psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung steuerlich entlastet. Ab 2009 werden Leistungen an Gastfamilien zur Pflege, Unterbringung, Betreuung und Verpflegung on der Einkommenssteuer freigestellt.
Dies ist ein großartiger Erfolg für das Betreute Wohnen in Familien und vor allem für die Gastfamilien.

Im November 2007 hatte das Bundesministerium der Finanzen beschlossen, ab sofort Gastfamilien als Freiberufler zu werten und einkommenssteuerlich zu belasten. Dies hatte zur Folge, dass von den monatlich rund 350 €, die nach Abzug von Ausgaben noch von dem Betreuungsgeld übrig bleiben, bis zu 150 € als Einkommenssteuer an das Finanzamt abzuführen waren. Davor waren diese Einnahmen steuerfrei.

Gastfamilien nehmen Menschen mit besonderen Schwierigkeiten, die sonst zum Beispiel in einem Heim leben müssten, bei sich zuhause auf. Sie bieten diesen Menschen ein Zuhause, den Anschluss an ein Familienleben und die Gemeinde und leisten einen wertvollen Beitrag zu ihrer Integration. Hierfür erhalten die Familien maximal 850 € im Monat, von denen sie alle Ausgaben zu bestreiten haben. Die Aufforderung, dieses beschämend niedrige Entgelt auch noch zu versteuern, führte zu massiven Beschwerden bei Verwaltung und Politik. Abbrüche von Betreuungen, ein Rückgang von Bewerbern und eine erhöhte Nachfrage nach Heimplätzen waren zu verzeichnen. Auch die Kostenträger waren in großer Sorge. Der Rückgang von Betreuungen im BWF führt automatisch zu einer höheren

Der Fachausschuss Betreutes Wohnen in Familien der Deutschen Gesellschaft für soziale Psychiatrie (DGSP) setzte die Proteste bundesweit in Gang und koordinierte den Widerstand gegen die Versteuerung des Betreuungsgeldes. Mithilfe vieler Organisationen der freien Wohlfahrtspflege und der öffentlichen Hand gelang es, die Bundesregierung zu einer Gesetzesänderung zu bewegen, die mit der Verabschiedung in Bundestag und Bundesrat zum Erfolg führte.

Aktuell besteht das Problem der Steuerpflicht noch für die Jahre 2007 und 2008. Der Fachausschuss BWF der DGSP hat das Bundesfinanzministerium um Erlass der Steuern für diese Jahre gebeten. Das Landesfinanzministerium Baden-Württemberg hat sich dieser Auffassung angeschlossen. Mit einer Entscheidung rechnen wir im März 2009. Wir werden zeitnah über das Ergebnis informieren.

Alle Gastfamilien, die bereits aufgefordert wurden, für ihre Tätigkeit im Bereich BWF Steuern zu zahlen, sollten Widerspruch gegen den Steuerbescheid einlegen, da Steuernachlässe im Nachhinein in der Regel nur für nicht abgeschlossene Steuerverfahren gewährt werden.