Unter Betreutem Wohnen in Familien (BWF) versteht man
die Integration von Menschen mit Behinderungen in Fremd- oder Gastfamilien.

Der betroffene Mensch lebt bei der Gastfamilie mit
und wird im Rahmen einer ganzheitlichen Betreuung von ihr begleitet.

Im Hinblick auf fachliche Standards vereint das BWF zwei soziale Grundprinzipien:
Die Gemeindeintegration, die durch die Aufnahme in eine Gastfamilie gegeben ist
und die personenzentrierte Betreuung entsprechend dem individuellen Hilfebedarf,
die von der Gastfamilie geleistet wird.

Die Betreuungsleistung der Gastfamilie deckt den Betreuungsbedarf der betroffenen Menschen ab
und umfasst somit Hilfen bei der individuellen Basisversorgung,
der alltäglichen Lebensführung,
der Gestaltung persönlicher Beziehungen,
der Freizeitgestaltung,
der Tagesstrukturierung,
der Kommunikation
und der Bewältigung von Problemen.
Die Leistungserbringung ist in den natürlichen Tagesablauf der Gastfamilie integriert.
Die Familie erhält dafür neben den Aufwendungen für Kost und Logis ein Betreuungsgeld.

Die Auswahl und Begleitung der Gastfamilie und des/r Betroffenen erfolgt
durch ein multiprofessionelles Fachteam.
Das Fachteam entscheidet über die Eignung einer Gastfamilie
und die fachgerechte Zuordnung von Betroffenen zu einer Gastfamilie,
berät und begleitet die Gastfamilie sowie den/die Betroffenen.